„Für uns gehört die Einstellung von Menschen mit Behinderungen zum ‚Herzstück‘ unserer Organisation. Alles in allem war der entscheidende Faktor für die Einstellung von Menschen mit Behinderungen der menschliche Faktor.“
„Wir sind auf die Entwicklung von Sonderfahrzeugen und Maßanfertigungen in den Bereichen Sicherheit und Streitkräfte spezialisiert. Wir arbeiten mit einem sozialwirtschaftlichen Unternehmen zusammen, das als Arbeitsvermittlungszentrum tätig ist und sich auf die Erarbeitung von Lösungen für die Bedürfnisse von Unternehmen durch die Integration professioneller Dienstleistungen spezialisiert hat. Es unterstützt uns bei unseren Einstellungsverfahren für Menschen mit Behinderungen. Gemeinsam erarbeiten wir Berufsprofile und passen sie an die offenen Stellen in unserem Unternehmen an. Anschließend schulen sie Arbeitssuchende mit Behinderung in den auszuführenden Arbeitsaufgaben. Das machen sie für alle Unternehmen. Diese Vorgehensweise ist nützlich, pragmatisch und deckt die notwendigen Aspekte ab.“
„Unser erster Mitarbeiter mit Behinderung war Rollstuhlfahrer. Wir mussten lediglich eine spezielle Tastatur mitbringen und seinen Bürostuhl anpassen. Dank der Subventionen und Hilfsmittel war dies eine einfache Aufgabe und nicht so weit von den allgemeinen Vorkehrungen entfernt, die wir für die übrigen Arbeitnehmer treffen. Um ihn von einem Stockwerk in ein anderes zu bringen, schieben seine Kollegen ihn im Rollstuhl durch das Unternehmen. Seine Kollegen wechseln sich ab, sodass er zu bestimmten Zeiten immer begleitet wird.“
„Alle Arbeitnehmer erhalten eine auf ihre künftigen Aufgaben abgestimmte Ausbildung. Das Gute an der Zusammenarbeit mit diesem sozialwirtschaftlichen Unternehmen ist, dass unsere Mitarbeiter mit Behinderung bereits von ihnen ausgewählt und geschult werden. Diese vorherige Auswahl und Ausbildung sind ein Filter, sodass sichergestellt ist, dass diese zukünftigen Mitarbeiter die Arbeit ausführen können und ihr Profil zu den Aufgaben passt.“
„Wir versuchen immer, unsere Mitarbeiter mit Behinderung wie jeden anderen Arbeitnehmer zu behandeln. Ich muss sagen, dass ich in all den Jahren viele Erfahrungen gesammelt habe. Wir sind jetzt viel besser darin, diese Arbeitnehmer in unser Unternehmen zu integrieren. Das bedeutet nicht zwangsläufig eine große Veränderung des üblichen Prozesses, sondern meist nur einige kleine Anpassungen im Verhalten. Diese Änderungen sind äußerst subtil und können beispielsweise darin bestehen, dass der Arbeitsplan für einen bestimmten Mitarbeiter ‚gelockert‘ wird oder eine spezielle Tastatur verwendet wird.“
„Unsere Mitarbeiter:innen mit Behinderung sind in verschiedenen Funktionen tätig. Beispielsweise lagern sie Produkte im Lager ein, nehmen Pakete im Logistikbereich an oder fahren Gabelstapler. Außerdem gibt es technische Aufgaben wie kleine elektrische Reparaturen oder Montagen. Da sich unser Unternehmen unter anderem dem Bau von gepanzerten Transportern widmet, gehört zu den Aufgaben dieser Mitarbeiter:innen auch die Montage von Transporterteilen. In diesem speziellen Fall sind Fortschritte bei den Maschinen sehr hilfreich und der Einsatz mechanischer Pistolen trägt dazu bei, körperliche Nachteile zu überwinden.“
„Einige Zeit, nachdem wir mehr Mitarbeiter:innen mit Behinderung eingestellt hatten, geschah etwas Interessantes. Einige meiner Mitarbeiter:innen kamen zu mir und gaben zu, dass auch sie eine Behinderung haben. Früher hatten sie sich nicht getraut, darüber zu sprechen, da sie Angst hatten, ausgeschlossen oder entlassen zu werden. Jetzt fühlten sie sich jedoch sicher genug, um offen darüber zu sprechen. Mittlerweile ist eine Atmosphäre der Natürlichkeit und Zusammenarbeit der Standard in unserer Arbeitsumgebung.“
„Alle unsere Mitarbeiter:innen arbeiten in Gruppen. Jede Gruppe wird von einem Gruppenleiter geführt, der die Tätigkeit aller Mitarbeiter:innen koordiniert. Menschen mit Behinderung werden wie alle anderen behandelt. Wenn sie auf Hindernisse stoßen, werden diese mit der besten Bereitschaft gelöst. Meiner Meinung nach ist es eine Frage des Willens. Als Unternehmen sitzen wir alle im selben Boot und sind bereit, dem neuen Mitarbeiter mit unseren ‚menschlichen‘ Ressourcen zu helfen.“
„Die Ankunft dieser Mitarbeiter:innen in unserem Unternehmen hat das Arbeitsumfeld und das Klima der Zusammenarbeit zwischen allen unseren Mitarbeitern verbessert. Die meisten von ihnen benötigen keine besonderen Anpassungen und werden ganz selbstverständlich aufgenommen. Ihre ‚versteckten Nachteile‘ hindern sie nicht daran, ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Integration von Menschen mit Behinderung in unsere Belegschaft hat zu einem höheren Maß an Moral, Respekt und Bewunderung unter unseren Mitarbeitenden geführt. Wir stellen auch fest, dass die Individualität zugunsten der Gruppenarbeit und Zusammenarbeit zurückgeht. Das werden wir auf jeden Fall weiter so handhaben!“
„Wir arbeiten eng mit der Spanischen Stiftung für Zusammenarbeit und soziale Eingliederung von Menschen mit Behinderungen zusammen. Dank dieser Zusammenarbeit haben wir im Jahr 2020 den ‚Preis für die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen‘ gewonnen.“